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Umzug verweigert

Mietobergrenzen, Wohnraumgrössen, Nebenkosten, Angemessenheit
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lieselotte2005
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Umzug verweigert

Beitragvon lieselotte2005 » 26. Mai 2010, 16:49

Hallo, ich habe ein riesen Probelm und hoffe dass mir irgendjemand helfen kann.
Ich leide seit 4 Jahren an Agoraphobie (Angstzustände und Panikattacken), aufgrund meiner Krankheit ist es mir seit nunmehr zwei Jahren kaum möglich, meine Wohnung zu verlassen. Habe damals dem zuständigen Jobcenter ein Attest vom Arzt geschickt, damit ich nicht ständig wegen meiner Beruflichen Situation persönlich vorsprechen muss. Auf Rat meiner damaligen Therapeutin, stellte ich einen Antrag auf Umzug, dieser wurde mir, wegen mangelder Gründe verweigert. Ich reichte einen Widerspruch ein und auch dieser wurde nach 3 Monaten abgelehnt. Somit war das also hinfällig. Ich lies nicht locker und stellte einen erneuten Antrag, worauf mir das Jobcenter eine Sachbearbeiterin nach Hause schickte, und prüfen sollte, in wieweit ein Umzug von Nöten ist. Auch diese Bearbeiterin hielt einen Umzug für dringend erforderlich, damit ich mich voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren kann und nicht immer wieder in meiner Umgebung an all das schlechte erinnert werde. Aber auch daraufhin passierte nichts. Seit geraumer Zeit bekomm ich auch immer wieder Einladungen um meine Berufliche Situation zu besprechen. Meine Krankheit wird absolut ignoriert und ein Umzug verweigert. Aber dieser Umzug wäre nicht nur wichtig für mich, sondern auch für mein Kind, denn dieses braucht dringend einen Platz im Kindergarten, aber auch das ist dem Jobcenter egal. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich habe nur noch zwei Monate Zeit um mein Kind in einer Kita anzumelden und ich darf absolut nicht umziehen. Was kann ich denn jetzt noch tun?! Ich brauche ganz dringend hilfreiche Ratschläge... :mad::mad::mad:


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Casa
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Beitragvon Casa » 26. Mai 2010, 17:02

Hallo.

Da du eh nicht weißt, wo du hinziehen wirst, kannst du dein Kind auch nicht anmelden.

Gegen die Ablehnung des Widerspruchs kannst du Klage beim Sozialgericht einreichen. Dafür nimmst du alle Unterlagen mit und die Leute beim Sozialgericht helfen dir das zu formulieren.

Bei dir wäre aber vllt ein Anwalt angebracht, aufgrund der Agoraphobie. Dafür kannst du beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein schriftlich beantragen (Post, Fax, Einwurd). Kostenpunkt dafür sind 10€.

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lieselotte2005
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Beitragvon lieselotte2005 » 26. Mai 2010, 17:04

Danke für die Antwort.
Ich weiß schon, wo ich hinziehen möchte, ich brauche nur das okay vom Jobcenter, was ich, wie gesagt, einfach nicht bekomme.

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Casa
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Beitragvon Casa » 26. Mai 2010, 17:06

Zwischen möchte und dürfen ist dann auch noch ein großer Unterschied.

Die Wohnung muss angemessen sein und von der ARGE genehmigt, bevor du den Mietvertrag unterschreibst.



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