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Dringend - ALG 1 nach 78 Wochen Krankengeld

Fragen zu Arbeitslosengeld
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wunderbar57
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Dringend - ALG 1 nach 78 Wochen Krankengeld

Beitragvon wunderbar57 » 22. Mär 2012, 11:29

Hallo,

ich werde in Kürze von meiner Krankenkasse (AOK) wegen erreichen der 78 Wochen Frist ausgesteuert. Nun habe ich noch einen Restanspruch von 44 Tagen ALG 1. Wie muss ich mich jetzt verhalten, wegen der weiterhin bestehenden Krankheit kann ich ja nicht vermittelt werden. Bekomme ich trotzdem für diese 44 Tage mein Arbeitslosengeld?

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Bandito
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Beitragvon Bandito » 22. Mär 2012, 19:52

Hallo,

wichtig in diesem Zusammenhang ist die persönliche Arbeitslosmeldung. Am besten jetzt schon vornehmen, spätestens am 1. Tag nach den 78. Wochen.

Des Weiteren muss ein Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt werden. Dies muss glaube ich innerhalb von 4 Wochen erfolgen, ab Beginn der Arbeitslosigkeit erfolgen. Bis zur Entscheidung zum Rentenantrag wird Arbeitslosengeld gezahlt "ohne Prüfung Verfügbarkeit".

Bei einer Ablehnung muss jedoch dann die Verfügbarkeit entsprechend des Gutachtens des Rentenversicherungsträgers erfolgen bzw. erklärt werden (gegenüber der Agentur für Arbeit), ansonsten fällt das Arbeitslosengeld weg.

Noch was positives zum Schluss. Dein Krankengeld (KRG) verhielt Dir zu einer längeren Dauer Arbeitslosengeld. KRG wurde mindestens 12 Monate bezogen, so dass auf jeden Fall noch zu den aktuellen Resttagen 6 Monate dazukommen!!!

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wunderbar57
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Beitragvon wunderbar57 » 22. Mär 2012, 23:53

Hallo Bandito,

das mit der Verlängerung des ALG 1 Anspruchs nach 18 Monate Krankengeld ist immer der Fall? Ich habe bei meiner letzten Mitteilung der Agentur für Arbeit weiterhin einen Restanspruch von 44 Tagen mitgeteilt bekommen.

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Beitragvon Bandito » 23. Mär 2012, 01:14

Bin mir 100%ig sicher!!!!

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB-f-Arbeitslose.pdf

Punkt 3 steht alles drin.

Du hast bei 16 Monaten versicherungspflichtige Zeiten, wo auch das Krankengeld dazu gehört, einen Anspruch von 8 Monaten auf Arbeitslosengeld. Zusätzlich sind ja auch noch die 44 Testtage vorhanden.

Gesamt also als 9 Monate und 14 Tage (Monat = 30 Tage).

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wunderbar57
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Beitragvon wunderbar57 » 23. Mär 2012, 07:47

Hallo Bandito,

vielen Dank für diese wichtige Info. Ich bin mal gespannt was die Herrschaften sich einfallen lassen um das nicht machen zu müssen. Werde jetzt sofort einen Termin machen.
Das die Krankengeldzahlungen nicht in einem zusammen hängenden Zeitraum erfolgt sind, spielt keine Rolle, oder. Ich habe einmal auf Druck der Krankenkasse mich wieder Arbeitssuchend gemeldet, was natürlich aber überhaupt nicht funktionierte. Demzufolge habe ich mich wieder krank schreiben lassen müssen.

Hier einmal die Details - innerhalb der Blockfrist von der Krankenkasse

24.06.2009 - 31.08.2009 - Krank ( mit 6Wo Lohnfortzahlung durch AG )
01.09.2009 - 31.01.2010 - bezahlte Freistellung durch Arbeitgeber
01.02.2010 - 15.04.2010 - ALG 1
16.04.2010 - 31.01.2011 - Krankengeld
01.02.2011 - 01.01.2012 - ALG 1
02.01.2012 - 13.04.2012 - Krankengeld

Es wäre sehr schön, wenn du dir das einmal noch anschauen könntest, damit ich bei meinem Termin bei der Agentur gut "bewaffnet" bin.

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Beitragvon Bandito » 23. Mär 2012, 19:55

Wieso erfolgte zwischenzeitlich doch eine Arbeitslosengeldzahlung, dachte Du bist 78 Wochen im Krankengeld gewesen!?

Die Zeit vom 01.02.2011 - 01.01.2012 - ALG 1 ist mir somit unklar, du warst doch durchweg krank mit der gleichen Krankheit oder????

Nach dem heute eingesehenen Werdegang bleibt es bei der getroffenen Aussage.

Zur Erklärung:

01.02.2010 - ALG 1-Anspruch entstanden
16.04.2010 - 31.01.2011 - Krankengeld
01.02.2011 - ALG 1 Wiederbewilligung
02.01.2012 - 13.04.2012 - Krankengeld

Somit wurden die Zeiten des Krankengeldes noch nicht mit in die Berechnungen eingezogen.

Zeitraum 14.04.2010 - 13.04.2012 ist die Rahmenfrist und dieser liegen mindestens 12 Monate Versicherungszeiten vor, welche bei einer Bewilligung noch nicht berücksichtigt wurden.

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Beitragvon wunderbar57 » 23. Mär 2012, 21:14

Hallo,

wie ich schon geschrieben hatte, habe ich auf Druck durch die Krankenkasse die mich zu einer stationären Therapie zwingen wollte, mich aus Verzweiflung arbeitssuchend gemeldet um den Klinikaufenthalt zu vermeiden. Da ich aber durch meine Erkrankung nicht in der Lage war und bin, die vorgeschlagenen Vorstellungsgespräche zu führen, musste ich letztendlich einsehen, dass es ohne fremde Hilfe nicht besser wird. Erst jetzt habe ich einen Arzt gefunden der mir helfen kann. So kam es zu der zwischenzeitlichen Krankengeldunterbrechung.


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