Arbeitslosenquote für Akademiker auf Rekordtief der letzten Jahrzehnte

News veröffentlicht am 13. Oktober 2017 von Arbeitslosenselbsthilfe.org

Die Arbeitslosenquote für Akademiker hat im vergangenen Jahr einen neuen Tiefstand der letzten Jahrzehnte erreicht: Sie lag bei 2,3 Prozent, so teile es das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit. Das ist die niedrigste Quote seit 1980.

Warum ist die Arbeitslosenquote für Akademiker so gering?

Die Arbeitslosenquote für Akademiker ist im vergangenen Jahr gesunken.
Die Arbeitslosenquote für Akademiker ist im vergangenen Jahr gesunken.

Die Arbeitslosenquote für Akademiker auf einem historischen Tief: Eine gute Nachricht, die sich auch positiv auf die Entwicklung der Arbeitslosenquote allgemein auswirkt. Doch worin liegt dieser Trend eigentlich begründet?

Enzo Weber, der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen, hat eine Erklärung dafür, warum die Arbeitslosenquote für Akademiker gegenüber dem Wert im Vorjahr um 0,1 Prozentpunkt gesunken ist:

Je höher die Qualifikation, desto besser ist die Position auf dem Arbeitsmarkt.

Er führt weiterhin aus:

Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das gilt in Zukunft umso mehr, da die Anforderungen in der Arbeitswelt weiter steigen werden, nicht zuletzt durch die Digitalisierung.

Auch verbessert ist die Beschäftigungssituation für Menschen, die eine Berufsausbildung absolviert haben. Hier lag die Arbeitslosenquote im Jahr 2016 bei 4,2 Prozent – fast einen halben Prozentpunkt niedriger als im vorangegangenen Jahr.

Wer gilt eigentlich als arbeitslos?

Doch wer wird eigentlich in der Statistik, welche die Arbeitslosenquote für Akademiker auf dem historischen Tiefwert aufweist, inbegriffen? Dazu muss zunächst in Blick in das Sozialgesetzbuch 3 (SGB III) geworfen werden. § 16 Abs. 2 SGB III stellt nämlich Kriterien auf, wann ein Mensch als arbeitslos gilt:

  • Wenn diese vorübergehend keine Arbeitsstelle haben,
  • eine versicherungspflichtige Beschäftigung suchen und Vermittlungsbemühungen der Agentur für Arbeit zur Verfügung stehen, sowie
  • sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben.

Zur Berechnung der Arbeitslosenquote für Akademiker ist zudem wichtig, dass die Personen, welche in der Statistik erfasst werden, einen Hochschulabschluss haben.

Das Problem mit der Arbeitslosenquote (nicht nur für Akademiker) ist, dass in dieser Menschen nicht berücksichtigt werden, welche an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik teilnehmen. Auch Hartz-4-Aufstocker werden in dieser Statistik nur unzureichend berücksichtigt.
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