So legen Sie Widerspruch gegen den Ablehnungs­bescheid ein

Von Arbeitslosenselbsthilfe.org, letzte Aktualisierung am: 9. November 2022

Das Wichtigste zum Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid zusammengefasst

Kann ich Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid einlegen?

Wurde Ihr Hartz-4-Antrag abgelehnt, können Sie schriftlich oder persönlich zur Niederschrift beim Jobcenter Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid einlegen.

Wie sollte der Widerspruch aussehen?

Unser Muster zeigt Ihnen, wie Sie den Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid formulieren können.

Wie lange habe ich Zeit?

Die Widerspruchsfrist beträgt einen Monat nach Bekanntwerden der Entscheidung.

ALG II wurde Ihnen nicht bewilligt? Im Zweifel hilft ein Widerspruch

Wie gehen Sie beim Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid vor?
Wie gehen Sie beim Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid vor?

Wenn der Hartz-4-Antrag mit einer Ablehnung beantwortet wird, können Antragsteller einen Widerspruch gegen diesen Ablehnungsbescheid beim Jobcenter einlegen. Idealerweise haben Betroffene den Hartz-4-Bescheid prüfen lassen und es liegen gute Gründe für den Widerspruch vor. Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie hier.

Widerspruch gegen einen Bescheid vom Arbeitsamt: Ablauf des Widerspruchsverfahrens

Ablehnungsbescheid: Für den Widerspruch gilt eine Frist von einem Monat.
Ablehnungsbescheid: Für den Widerspruch gilt eine Frist von einem Monat.

Ihr Antrag auf Arbeitslosengeld 2 wurde abgelehnt. Widerspruch können Sie schriftlich oder persönlich zur Niederschrift beim Jobcenter einlegen. Das Wichtigste für den Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid ist zunächst die Widerspruchsfrist.

Einen Monat haben Sie nach Bekanntwerden der Entscheidung Zeit, Widerspruch dagegen einzulegen. Daraufhin ist das Jobcenter verpflichtet, die Entscheidung erneut zu überprüfen.

Nicht in allen Fällen macht ein Widerspruch gegen das Jobcenter Sinn. Sie sollten nur dann Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid einlegen, wenn Sie berechtigte Zweifel an dessen Richtigkeit haben. Wenn Sie die Angaben auf dem Bescheid oder dem Berechnungsbogen nicht nachvollziehen können, sollten Sie professionelle Hilfe hinzuziehen, z. B. von einer Sozialberatungsstelle.

Im Übrigen macht manchmal nicht nur ein Widerspruch gegen einen Ablehnungsbescheid Sinn. Es kann sich durchaus lohnen, einen Bewilligungsbescheid prüfen zu lassen, denn Berechnungsfehler sind nicht auszuschließen. Ein Anwalt für Sozialrecht oder eine Sozialberatungsstelle hilft Ihnen dabei.

Was passiert nach dem Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid?

Widerspruch einlegen beim Arbeitsamt: Unser Muster dient als Orientierung.
Widerspruch einlegen beim Arbeitsamt: Unser Muster dient als Orientierung.

Der Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid bewirkt, dass das Jobcenter seine Entscheidung anhand Ihrer Begründung erneut überprüft. Sollte Ihrem Anliegen nur zum Teil oder keine Abhilfe verschafft werden können, erhalten Sie einen Widerspruchsbescheid.

Doch auch gegen diesen können Sie vorgehen. Dafür ist eine Klage nötig. Der Widerspruchsbescheid enthält eine Rechtsbehelfsbelehrung, die Sie darüber aufklärt, wo (welches Gericht?) und wie (welche Form?) Sie Klage dagegen erheben können. Auch die Frist dafür sollte darin enthalten sein. In der Regel haben Sie auch hierfür einen Monat Zeit.

Kommt es nach dem Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid wirklich zur Klage, muss das Jobcenter dem zuständigen Gericht (in der Regel ein Sozialgericht), alle notwendigen Unterlagen übermitteln. Sollten ärztliche oder psychologische Gutachten vorliegen, die Sie nicht teilen möchten, müssen Sie der Übersendung dieser Unterlagen ausdrücklich widersprechen.

Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid: Muster

Es steht Ihnen frei, für Ihren Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid nachfolgendes Muster zu verwenden. Beachten Sie jedoch, dass dies nur zur Orientierung dient. Ihre individuellen Gründe sollten gut überlegt und nachvollziehbar dargelegt werden.

Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Begründung haben, sollten Sie die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nehmen. Dieser kann mit Einblick in den Hartz-4-Bescheid auch abschätzen, ob der Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid Chancen auf Erfolg hat.

[Name und Adresse des Absenders]

[Adresse des Jobcenters]

[Ort, Datum]

Betreff: Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid vom [Datum des
Bescheids

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid

  • vom [Datum des Bescheids]
  • mit dem Az. [Aktenzeichen]

ein. Der Widerspruch ist damit fristgerecht eingegangen.

Ich begründe meinen Widerspruch wie folgt: [ausführliche Begründung des Widerspruchs]

Mit freundlichen Grüßen

[Unterschrift]

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So legen Sie Widerspruch gegen den Ablehnungs­bescheid ein
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